SMASS/SmED – In wenigen Minuten hohe Patientensicherheit und optimale Patientensteuerung erreichen.

Vorteile der Ersteinschätzung mit SMASS/SmED

  • Schafft Handlungssicherheit durch strukturierte Abfrage und Dokumentation.

  • Bietet hohe Patientensicherheit, indem abwendbar gefährliche Verläufe sicher identifiziert werden

  • Führt zur effizienteren Ressourcennutzung in der Akut- und Notfallversorgung.

  • Gewährleistet einen einheitlichen Standard.

  • Sichert die Qualität durch eine evidenzbasierte, einheitliche, transparente und strukturierte Vorgehensweise.

  • Serverstandort & Hosting innerhalb der EU

  • Patienten- und Anwenderanonymität gewährleistet

  • Rechtssichere Dokumentation

Wie funktioniert SMASS/SmED?

SMASS/SmED unterstützt die Anwenderinnen und Anwender bei der systematischen Abfrage von Symptomen, Beschwerdebildern, Vorerkrankungen und Risikofaktoren. Die anamnestischen Informationen werden von dem in SMASS/SmED hinterlegten Neuronalen Netzwerk verarbeitet.

Als Ergebnis erhalten die Anwenderinnen und Anwender die Entscheidungsgrundlagen zum Versorgungszeitpunkt, z.B. Notfall, Sofort, Heute und zur Versorgungsebene, z.B. Rettungsdienst, Notaufnahme, Hausarzt. Alternativ oder ergänzend zur Versorgungsebene kann SMASS/SmED die notwendige Versorgungskompetenz (bspw. Facharztstatus) und Versorgungsinfrastruktur (bspw. spezifische apparative Diagnostik) anzeigen.

Zudem gibt SMASS/SmED auf Wunsch Hinweise, wie sich die Patientinnen und Patienten bis zum Arztbesuch selbst behandeln können oder/und kann mögliche Ursachen (Differentialdiagnosen) darstellen.

SmED Produktvarianten: Professional und Patient (Selbsteinschätzung)

Professional und Patient unterscheiden sich ausschließlich aufgrund der dargestellten Oberflächenvariante.

SMASS/SmED Professional ist die Version für geschultes medizinisches Fachpersonal bzw. fortgebildete Laienanwender und -anwenderinnen.

Die Oberflächenvariante ermöglicht eine schnellere Ersteinschätzung, indem Fragen nach Priorität geordnet werden können und unter bestimmten Voraussetzungen die Ersteinschätzung abgekürzt werden kann. Professional kann aufgrund der HL7-FHIR-Schnittstelle von SMASS/SmED optimal in bestehende Einsatzleit-, Praxisverwaltungs- oder Krankenhausinformationssysteme integriert werden. Mindestanforderung für die Nutzung ist das erfolgreiche Bestehen unseres E-Learning-Kurses.

SMASS/SmED Patient unterscheidet sich von Professional in der Nutzerführung.

Die Oberflächenvariante ist für die Selbsteinschätzung von Patientinnen und Patienten oder Dritte, die in ihrer Gegenwart die Anwendung durchführen, konzipiert. Die Beantwortung der Fragen erfolgt in einem Chatbotdialog. Zusätzlich werden Erklärungen und Beispiele zu einzelnen Fragen angezeigt. Patient kann über bestehende Webseiten aufgerufen, in Apps integriert oder auch an Tablets oder Terminals in Versorgungseinrichtungen zur Verfügung gestellt werden.

Einsatzsettings

In Apotheken kann SMASS/SmED eingesetzt werden, um Kundinnen und Kunden mit akuten Beschwerden standardisiert zu befragen und geeignete Versorgungswege zu empfehlen; etwa eine Behandlung durch die ärztliche Praxis, Telemedizin oder Notfallversorgung. Dies kann die pharmazeutische Beratung unterstützen und dazu beitragen, weniger dringliche Fälle aus Notaufnahmen und Bereitschaftsdiensten in die reguläre Versorgung zu steuern.

Das SMASS/SmED-System unterstützt das medizinische Personal in den Praxen bei der schnellen und präzisen Ersteinschätzung der Patientinnen und Patienten. SMASS/SmED erfasst Symptome, Vorerkrankungen und Risikofaktoren, um die Dringlichkeit der Behandlung zu bestimmen. Das System stellt keine Diagnose, sondern priorisiert nach einem festgelegten, farbcodierten Verfahren:

  • Rot: Sofortige Behandlung – Notfall
  • Orange: Behandlung akut innerhalb von 3–4 Stunden
  • Gelb: Ärztliche Versorgung innerhalb von 24h erforderlich, jedoch nicht dringend
  • Grün: Keine akute Behandlung nötig; Konsultation z. B. durch Telemedizin

Das SMASS/SmED-System unterstützt das medizinische Personal in den Praxen bei der schnellen und präzisen Ersteinschätzung der Patientinnen und Patienten. SMASS/SmED erfasst Symptome, Vorerkrankungen und Risikofaktoren, um die Dringlichkeit der Behandlung zu bestimmen.

Ein wesentlicher Vorteil von SMASS/SmED ist die Entlastung der überfüllten Notaufnahmen. Nicht lebensbedrohliche Fälle bleiben im vertragsärztlichen Notdienst, während wirkliche Notfälle sofort identifiziert und versorgt werden. So werden Ressourcen effizient genutzt und die Patientenversorgung deutlich verbessert.

Mit SMASS/SmED können im Notfall mehr Patientinnen und Patienten ambulant versorgt werden und es landen weniger in den Notaufnahmen von Kliniken. Seit 2024 wird SMASS/SmED auch bei führenden Hausnotrufanbietern bundesweit im Routinebetrieb eingesetzt.

Zentrale Notaufnahmen (ZNA) in Deutschland versorgen jährlich mehr als 10 Mio. ambulante Patientinnen und Patienten. Hiervon suchen 45–76 % aus eigenem Antrieb und ohne ärztliche Überweisung die ZNA auf. Diese Überlastung beeinträchtigt die Qualität der medizinischen Versorgung – eine schnelle und bedarfsgerechte Steuerung der Patienten ist daher essenziell.

Das SMASS/SmED-System unterstützt das medizinische Personal in den Notaufnahmen bei der schnellen und präzisen Ersteinschätzung sowie sektorenübergreifenden Steuerung der Patientinnen und Patienten.

SMASS/SmED ist bereits in verschiedenen Digital-Health-Portalen und Anwendungen im Einsatz, etwa in Angeboten von Krankenkassen und Telemedizinanbietern. Dort unterstützt das System eine strukturierte Ersteinschätzung von Beschwerden, leitet Anwenderinnen und Anwender durch standardisierte Fragen und empfiehlt passende Versorgungswege. Auf diese Weise trägt SMASS/SmED dazu bei, Anwenderinnen und Anwender frühzeitig zu steuern, unnötige Notfallinanspruchnahmen zu vermeiden und digitale Versorgungsangebote sinnvoll in die bestehende Versorgungslandschaft einzubetten.

SMASS/SmED kann in Rettungsleitstellen der Rufnummer 112 insbesondere zur strukturierten Ersteinschätzung von sogenannten „Low-Code“-Fällen eingesetzt werden. Ein einheitliches SMASS/SmED-basiertes Vorgehen reduziert die heute teilweise sehr unterschiedlichen Kriterien und Pfade im Niedrigdringlichkeitsbereich. Über das SMASS/SmED-Ökosystem ist eine sichere, standardisierte Übergabe geeigneter Fälle an die 116117 möglich – ohne „Ping-Pong-Effekt“ zwischen den Systemen. Gleichzeitig stärkt SMASS/SmED die Legitimation und Handlungssicherheit des Fachpersonals in der Leitstelle, etwa bei der Disposition von Gemeindenotfallsanitätern.

Im Rettungsdienst kann SMASS/SmED dazu beitragen, nicht notwendige Krankenhaustransporte zu verhindern und den Patientinnen und Patienten ein Angebot für eine Versorgung im ambulanten Sektor anzubieten. Insbesondere im Zuge der neuen Notfallreform gibt es den Leistungsträgern im Rettungsdienst neue Handlungsspielräume und -möglichkeiten.

Internationale Projekte

In Deutschland heißt die Weiterentwicklung von SMASS „SmED“. Hier kooperiert HCQS mit dem Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi). Im Bereich der Kassenärztlichen Vereinigungen fungiert das Zi als Bereitstellungspartner für SmED. In allen weiteren Bereichen stellt HCQS SmED zur Verfügung.

Vertragspartner für Kunden in der Schweiz (primär Krankenkassen, Ärzteverbände und Apotheken) ist der Schweizer Hersteller in4medicine AG (www.in4medicine.ch).

Im Bundesland Oberösterreich wird SMASS aktuell von der Oberösterreichischen Gesundheitsholding (OÖG) sowie dem Oberösterreichischen Roten Kreuz (ÖRK-O) lizensiert und in verschiedenen Settings eingesetzt.

HCQS stellt SMASS in Italien mit dem Vertriebspartner Medical Triage S.r.l. aus Verona zur Verfügung. Die Nutzung von SMASS in Italien fokussiert auf den dort in Etablierung befindlichen telefonischen Bereitschaftsdienststrukturen .